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Essen mit dem Instinkt 
oder
Die Kunst den inneren Bären zu weiden

Der Bär geht los...
Und los läuft er, der Bär...


Tierisch fressen, bieder-brav verzehren oder exaltiert speisen?
Einfach gelangweilt was reinschieben?
Oder normal essen?
?
Der Mensch ist, was er ißt - sagt man.
Kann man denn auch PERFEKT ESSEN?
Himmlisch fressen und tierisch speisen?
?
Über Geschmack
läßt sich halt nicht streiten.
*
Willkommen auf meiner elektrischen Seite über ursprüngliche Ernährung.



Mir persönlich kann Essen in den verschiedensten Spielarten Spaß machen.
Am schönsten ist es aber, den "Bären in mir" auf die Weide zu lassen.
Das kann man sich etwa so vorstellen:
 
 
Ich betrete die Weide, und ...
gleich liegt ein ...mhm... interessanter Duft in der Luft.
(Wenn nicht, dann liegt meist Frust in der Luft, lieber gleich umkehren.)
Also der Duft, ... so undefinierbar,
hmf hmf, mal genauer schnüffeln - -

O ja, der Geruch wird klarer, da ist was zum Essen.
Jaaa, das riecht gut.
Guuut. Mmmmmh, es riecht so guuut, ich spür es überall.
Langsam öffne ich meinen Mund, den Genuss erwartend, beiße hinein.
Aahymmmm, mmmh, das schmeckt ja noch viel besser als gedacht!
Als ob alle meine Zellen ein lautes "Ja!" sagen,
- Ja! Ja, genau das ist es, das will ich.
Die anfängliche Gier weicht einer zunehmenden Ruhe und Zufriedenheit,
während ich fasziniert das Wunderwerk der Natur verspeise.

Nanu? Was jetzt? Wo ist denn das Aroma? Plötzlich verschwunden.
Mm. - Schnell aufhören, besser wird's nicht mehr.
Naajab, war ja ain kurzes Vergnügen, soll das alles gewesen sein?
Immerhin, schon ein gutes Gefühl im Bauch.
Und auch allgemein, im ganzen Körper ein Wohlgefühl.
Aber satt auf keinen Fall.

Ujj! Da ist ja nochwas Schönes!
Riecht ganz gut.
Da tanzt der Bär fast.
Hmm, und schmeckt auch gut.
Na super! Ach ja..., Essen macht Spaß!
Üüääeaahch - Schiet!
Nanu. Das war ne schlechte Stelle. Raus damit! Uäach!
Und weiter? Nochmal woanders abbeißen.
Ah ja, schmeckt wieder. Alles OK.
Aahmh. Durch meinen ganzen Körper breitet sich Freude aus.
Göttlich.
Der Bär brummt vor Wonne.
Atmung  r u h i g und t i e f.
Mmmmm. Mmmmm.
Ja. Gut. Noch weiter?
Wozu denn. Reicht.
Bin ich satt?
Naja: zufrieden.
Joo.
5 Minuten gar nichts.
Frieden.
Der Bär trottet weiter.
Der Mensch ist froh.
Der Mensch wundert sich.
- War das nur ein Traum?

Ein Wunder.
Der Mensch geht wieder an seine Arbeit.

Baby-Bär


vorherige Folge:Wie ich meinen inneren Angsthasen am WG-Kühlschrank weidete...
Vorsicht: Weiden am Fließband - den inneren Tiger in die Fabrik schicken.
"Roh macht froh" von Stephen Janetzko

Das klingt alles ganz einfach, könnte man meinen, was ist die Kunst dabei?

Erstens, eine gute Weide zu finden.

Es funktioniert natürlich nur gut mit einer passenden Nahrungsauswahl in guter Qualität und ausreichender Menge. Es funktioniert umso besser, je naturnaher das Essen auf der "Weide" ist.
Genauer gesagt, gibt es eine recht klare und sogar recht enge Grenze, innerhalb derer es sich lohnt, den Instinkt frei laufen zu lassen: Die Nahrung darf nicht (thermisch, chemisch, durch Strahlung) denaturiert sein, darf nicht zu stark mit mit Umweltgiften belastet sein.
Persönlich habe ich gute Erfahrungen mit dem Garten meiner Oma gemacht... Es gibt inzwischen auch sehr leckere Sachen in guter Qualität zu kaufen.

Zweitens, den Bären in Frieden zu lassen.

Man braucht einfach etwas Zeit. Und Freiheit von sturen Vorstellungen über das was gut für einen ist. Und man darf Essen nicht zum Manipulieren seiner Gefühle mißbrauchen wollen.
Mit wiederholten schlechten Erfahrungen in derKindheit hat sich vielleicht viel Angst und Wut angestaut. Wie soll der Bär da frei sein? Guy-Claude Burger hat Praktische Ratschläge.
 

Drittens, mit Frustration auf der Weide umzugehen.

Der Normalfall ist ja meist nicht so glatt wie oben beschrieben. Wenn man dafür gesorgt hat, daß alles frisch und in guter Qualität da ist, fehlen vielleicht eiweißhaltige Lebensmittel. Wenn man eine große Palette an Lebensmitteln herangeschafft hat, sind vielleicht erhitzte Nüsse darunter. Ja: einmal kurz erhitzt, kann das die ganze Freude zunichte machen, denn fast immer führt Denaturiertes zu einem zwiespältigen Geschmacks-(und allgemein Sinnes-)erlebnis. Bei Schokolade wird das besonders deutlich: am Anfang schmeckt sie meist super, dann wird es irgendwo unangenehm, aber sie schmeckt noch süß und der Bär will noch weiteressen. Man will das befriedigende Gefühl, aber es kommt einfach nicht. So ist es oft am leichtesten, auf denaturierte Sachen von vornherein zu verzichten, die man dann nur noch als Ausnahmen zu sich nimmt.
Aber man ist ja ein Mensch und kann den Bären an die Hand nehmen, beruhigen, und von der Weide wegführen. Denn Essen ist ja nicht alles.



Vor 6 Jahren las ich zum ersten Mal von Guy-Claude Burger über Ernährung nach dem Instinkt. Die Idee faszinierte mich sofort. Wohl vor allem, weil sie es so einfach macht: Eßt instinktiv roh, und alle Probleme werden verschwinden!

Nun, als der liebe Gott die Welt gemacht hat, hat er schon dafür gesorgt, daß unsere Probleme so leicht nicht verschwinden. Zwar verschwinden tatsächlich alle Krankheitssymptome in kürzester Zeit, wenn man die Instinkternährung richtig praktiziert, aber woanders tauchen neue Schwierigkeiten auf: Kann ich meinem Instikt trauen, wenn ich künstlich gedüngte Früchte aus dem Handel esse? Habe ich eine ausreichende Auswahl an Naturprodukten? Wie erklär ich das meinen Kollegen, Onkels und Tanten? ...
Die "Probleme" verschieben sich ganz schnell auf eine andere Ebene.

Ohne sich auf die Schwierigkeiten einzulassen, kann man sie wohl auch nicht überwinden. Also immer wieder neue Sachen lernen, in immer neue Erfahrungen hineinwachsen, immer neue Herausforderungen meistern.
Wahrscheinlich hat es ja der liebe Gott gut mit uns gemeint, als er die Welt so gemacht hat,  ohne meine Probleme vergäße ich wohl zu leicht, daß ich ja noch was lernen kann und will auf dieser Welt.

Na gut. Also Instincto-Ernährung bringt mir keine sofortige Erlösung. Wäre auch etwas viel verlangt.
Die Theorie hat eine starke Kraft. Wenn man sie einmal verstanden hat, wirkt die Theorie auch noch, wenn man die Ernährungsweise nicht (oder nicht gut) praktiziert.
Die Praxis ist natürlich erst richtig schön. Wenn es so etwas gibt, wie eine "perfekte" Ernärungsweise, (was ich in meinen Zeiten als Perfektionist gern gesehen hätte), dann würde ich die (ordentlich praktizierte) instinktive Ernährung am ehesten so bezeichnen. Aber nicht ganz, denn ich finde die Theorie zu "tierlastig", sich argumentiert fast nur auf den medizinischen und biologischen Ebenen.
Dabei kann man auch ethisch oder energetisch argumentieren: "Du sollst nicht töten, und wenn, dann sei dir dessen bewußt." oder "Du wirst mit der Zeit zu dem, was du in dich aufnimmst (im Extremfall: nix?), wenn du leben willst, iß lebendige Nahrung."

Oder hedonistisch (oder wie das heißt). Also mit dem Genuß argumentieren. Das ist eigentlich eine der stärksten Seiten der instinktiven Ernährung. Dadurch, daß man dem ganzen Bereich des Nahrungsinstinktes wieder vollen Raum gibt, hat man auch die ganze Palette und die ganze Tiefe der Genußempfindungen beim Essen. Das zu beschreiben ist vielleicht nicht vergeblich, aber ähnlich schwierig, wie einer Jungfrau einen Orgasmus zu beschreiben. Dieser Genuß kan aber nur kommen, wenn der Instinkt sich so weit entfalten kann, also vor allem wenn nur natürliche Nahrung auf der Weide ist.
Und dazu gehört in Berlin: Disziplin. Also nicht einfach Verzicht nur nach dem (durchaus weisen) Motto: "Hunger ist der beste Koch" sondern es erfordert Die Kunst den inneren Bären zu weiden.

*

In Deutschland ist Franz Konz, Präsident des BfG (Bund für Gesundheit), mit seiner  Urkost sicher der bedeutenste Vertreter ursprünglicher Ernährung. In seinem Ansatz betrachtet er nicht nur Ernährung, auch Bewegung, alles was dem inneren Tier guttut. Am besten zurück in die Urzeit?

*
Reiki-Lehrerin Barbara Simonsohn hat sich lange mit naturnaher Ernährung beschäftigt und betont in ihrem  Artikel im KGS-Hamburg besonders die Bedeutung körperlicher Bewegung.


Texte auf diesem Server (meist aus dem  Instincto-Magazin):
Zum Lesen auf Papier:
Literaturliste von Robert Regler
Literaturliste von Simon Bodzioch
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Château de Montramé - Insticto-Zentrum
Haus Sanitas - veg. Pension und Seminarhaus, Rohrbach, Österreich,
Schloß Berlepsch
 
sonstiges
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Zum Weiterklicken  gibt es dieLink-Weide.

*
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Wer den Bezug auf Bären zu ernst nimmt, hat sich einen aufbinden lassen.
Insbesondere sollen die (bei  Philip Greenspun gefunden) Bilder nicht aussagen,
daß ich mich ausschließlich von Fisch ernähre.

Diese Seite wurde am 30. Okt 98 erstellt.
Letzte Änderung: 13. Okt 2000. 

svs